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Beiträge zur Chemie der Peroxyschwefelverbindungen. II. Über die Umsetzung von Thionylfluorid mit Sauerstoff in elektrischen Entladungen
Author(s) -
Wannagat Ulrich,
Mennicken Gerhard
Publication year - 1955
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19552780513
Subject(s) - medicinal chemistry , chemistry , physics
Bei der Einwirkung stiller elektrischer Entladungen auf ein ruhendes SOF 2 /O 2 ‐Gemisch im Verhältnis 1:1 bei −50° bildet sich ein flüssiges Produkt mit mindestens 5 Komponenten. Die Reaktion läuft nicht quantitativ ab, es hinterbleibt ein Restgas (∼40% der Ausgangsmenge), in dem sich ungefähr 50% O 2 , 30% SOF 2 und 20% SO 2 F 2 befinden. Die fraktionierte Destillation des flüssigen Produkts führt zur Isolierung von SOF 2 , SO 2 F 2 und zwei bisher unbekannten Verbindungen, dem Monoperoxy‐tetrafluodischwefel(VI)‐oxyd S 2 O 5 F 4 als Hauptprodukt und dem – nicht genau bestimmbaren – Peroxyschwefelfluorid der angenährten Zusammensetzung S 2 O 6 F 2 . S 2 O 5 F 4 schmilzt bei −95° und zersetzt sich langsam ab −20° zu SO 2 F 2 und O 2 , der extrapolierte Siedepunkt liegt bei ∼+35°. Es greift Hahnfett, Silikonfett und Quecksilber augenblicklich an, zerfällt bei saurer Hydrolyse teilweise zu HSO 3 F. Der Siedepunkt des SOF 2 wurde im Gegensatz zu den Angaben der älteren Literatur in Übereinstimmung mit H. Booth und mit W. K WASNIK bei ‐−43/−44°, als Schmelzpunkt wie bei Booth eine Temperatur von −130° gefunden.

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