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Das System Yttriumoxyd–Uranoxyd
Author(s) -
Hund F.,
Peetz U.,
Kottenhahn G.
Publication year - 1955
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19552780310
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , nuclear chemistry
1 Nitratlösungen von Yttrium und Uran wurden eingedampft, bei 1200°C zu den Oxyden verglüht und diese röntgenographisch untersucht. 2 Von 30,0 bis 65,0 Mol.‐% Yttriumoxyd erstreckt sich eine fehlgeordnete Fluoritphase, die Gitterkonstante fällt dabei von 5,365 ± 0,002 kX in der entsprechenden Konzentrationsfolge auf 5,306 ± 0,001 kX. Die fehlgeordnete Fluoritphase hat statistisch vollbesetztes Kationenteilgitter; bei niedrigem Yttriumoxydgehalt ist über die dichteste Anionenpackung hinaus Sauerstoff in den Oktaederlücken statistisch verteilt, bei etwa 55 Mol.‐% Yttriumoxyd sind Kationen und Anionenpunktlage voll besetzt; und bei noch höherem Yttriumoxydgehalt treten Lücken im Sauerstoffteilgitter auf. 3 Von drei durch verschiedene Anionenfehlordnung ausgezeichneten anomalen Mischkristallen wurde die Temperaturabhängigkeit des spezifischen elektrischen Widerstandes gemessen und die berechneten Aktivierungswärmen der elektronischen Halbleitung mit der Fehlordnung verglichen.