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Über Komplexverbindungen. XVIII. Fluoro‐pentammin‐chrom(III)‐salze
Author(s) -
Linhard Martin,
Weigel Melitta
Publication year - 1955
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19552780104
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Aus Aquo‐pentammin‐CrIII‐perchlorat wird durch Umsatz mit Ammoniumbifluorid Fluoro‐pentammin‐CrIII‐perchlorat gewonnen. Aus diesem Perchlorat werden das Chlorid, flußsaure Chlorid, Bromid, Jodid, Nitrat, Sulfat, Thiosulfat, Chromat, Dichromat und Bromid‐azid des Fluoro‐pentammin‐CrIII‐komplexes dargestellt. Die orangeroten bis granatroten Salze sind den entsprechenden Kobalt‐Verbindungen bezüglich Kristallform, Kristallwassergehalt, Existenz flußsaurer Salze, Auftreten von Salzen mit verschiedenen außerkomplexen Anionen und Löslichkeit außerordentlich ähnlich. Bezüglich der Zersetzung ihrer wäßrigen Lösungen verhalten sich die Fluoro‐pentammin‐CrIII‐ und ‐CoIII‐salze recht verschieden. Neutrale Lösungen der ersteren hydrolysieren größenordnungsmäßig schneller zum Metallhydroxyd. In saurer Lösung aquotisieren die Kobalt‐salze zum Aquo‐pentammin‐komplex und freien Fluorionen, die Chromsalze zum Fluoro‐aquo‐tetrammin‐komplex und freiem Ammoniak bzw. Ammoniumsalz. Cr +++ bindet demnach Fluorionen fester komplex als Co +++ . Der hauptsächlich aus der Betrachtung der Ammine hergeleitete Schluß, die Kobalt‐komplexe seien stets fester als die Chrom‐komplexe gilt nicht allgemein. Die beiden Metalle bevorzugen andere Liganden. Das Perchlorat ist, wie alle Co‐ und Cr‐komplex‐perchlorate, explosiv.