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Verbindungen der Siliciumtetrahalogenide mit aromatischen N‐Heterocyclen
Author(s) -
Wannagat Ulrich,
Schwarz Robert,
Voss H.,
Knauff K. G.
Publication year - 1954
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19542770109
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
1 Im System Siliciumtetrahalogenid‐Pyridin werden von SiF 4 , SiCl 4 , SiBr 4 und SiHCl 3 unter beträchtlicher Wärmeentwicklung Verbindungen des Typs SiHlg 4 Py 2 , von SiJ 4 allein eine Verbindung des Typs SiHlg 4 Py 4 gebildet. 2 Dem Pyridin verwandte Heterocyclen wie α‐Picolin, Collidin, Chinolin und Acridin reagieren nur mit SiJ 4 zu Verbindungen der Zusammensetzung SiJ 4 · 4 Chinolin (usw.). 3 Methylchlorsilane sowie Kohlenstofftetrahalogenide verbinden sich nicht mehr mit Pyridin. Man kann auch nicht Thiophen an Stelle des Pyridins mit Siliciumtetrachlorid umsetzen. 4 Für die Existenz von Zwischenverbindungen mit anderen Zahlenverhältnissen als 1:2 bzw. 1:4 ergaben sich aus kalorimetrischen Titrationen keine Anhaltspunkte. Pyridin läßt sich aus den Verbindungen durch alkalische Zersetzung quantitativ zurückgewinnen. Die Literaturangaben über SiF 4 Py 2 und SiBr 4 Py 2 konnten bestätigt, die Existenz eines SiCl 4 Py 2 sichergestellt werden. Dagegen existieren nicht die Verbindungen 2 SiF 4 · 3 Chinolin und SiCl 4 · 2 Chinolin. 5 Siliciumtetrachlorid setzt sich mit Harnstoff wie mit Urethan zu einer Verbindung der Zusammensetzung SiCl 4 · 6 CO(NH 2 ) 2 um. 6 Die erhaltenen Verbindungen werden in ihren Eigenschaften beschrieben, zur Identifizierung ihre Debyeogramme mitgeteilt. Eine Diskussion über die Konstitution der Verbindungen führt zu den — wahrscheinlichsten — Formeln [SiHlg 4 Py 2 ], [SiPy 4 ]J 4 und [Si(CO NH 2 ) 6 ]Cl 4 . 7 Die Pyridinverbindungen können im Sinne einer Schotten‐Baumannschen Reaktion zu Tetraalkoxysilanen umgesetzt werden. Siliciumtetrachlorid und Siliciumchloroform lassen sich durch Zugabe von Chinolin leicht von gelöstem Chlorwasserstoff befreien. Zur Darstellung des Siliciumtetrajodids wird eine vereinfachte Methode angegeben.

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