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Die Kristallstruktur einiger Vertreter der Verbindungsklasse Me 2 I Me IV O 3 als Beitrag zur Aufklärung der Ordnungsphase von Li 2 TiO 3
Author(s) -
Lang GÜNter
Publication year - 1954
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19542760109
Subject(s) - physics , crystallography , chemistry
Über Einkristallaufnahmen von Lithiummetastannat wurden die Strukturen folgender, durch die Analyse bestätigter Verbindungen ermittelt:\documentclass{article}\pagestyle{empty}\begin{document}$$ {\rm Li}_{\rm 2} {\rm SnO}_{\rm 3} {\rm,}\,{\rm Li}_{\rm 2} {\rm TiO}_{\rm 3},\,{\rm Na}_{\rm 2} {\rm SnO}_{\rm 3},\,{\rm Na}_{\rm 2} {\rm ZrO}_{\rm 3} \,{\rm und \,Na}_{\rm 2} {\rm PbO}_{\rm 3} . $$\end{document}Die Verbindungen erwiesen sich über Intensitätsrechnungen an Hand der Pulveraufnahmen als isotyp. Die monokline Elementarzelle gehört der Raumgruppe C 2h 6 C 2/c an und enthält acht Molekeln. Die Struktur läßt sich auch durch eine Zelle mit rhombischem Umriß und dreifachem Volumen beschreiben. Der manchen Netzsilicaten verwandte pseudo‐hexagonale Charakter des Gitters läßt sich an dem Verhältnis a‐Achse: b‐Achse = 1:√3 erkennen. Wie dort bilden die Sauerstoffionen eine kubisch‐dichteste Kugelpackung und treten in der Zelle als Schichten auf, während die Kationen in besonderer Anordnung die Zwischenschichten dazu bilden. Na 2 PbO 3 tritt in einer zweiten Modifikation auf, die der kubischen Form von Li 2 TiO 3 entspricht. Die Herstellung von Na 2 TiO 3 und Li 2 ZrO 3 wurde – wie bei den anderen Verbindungen über Reaktion von Alkalicarbonat und Metalloxyd im festen Zustand versucht. Die Pulveraufnahmen der nicht analysierten Reaktionsprodukte ergaben zwar ähnliche, aber doch an wesentlichen Stellen veränderte Reflexfolgen, so daß keine Isotypie mit den übrigen Verbindungen angenommen werden darf.