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Kraftkonstante und Strukturchemie. III. Über die Bindungszustände in den flüchtigen Halogeniden
Author(s) -
Siebert Hans
Publication year - 1953
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19532740105
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Es werden die Kraftkonstanten und Bindungsgrade einer Reihe flüchtiger Halogenide berechnet. In allen Verbindungen treten mehr oder weniger große Bindungsverstärkungen auf. Diese lassen sich in zwei Gruppen einteilen, einmal den allgemeinen Halogeneffekt, der universell auftritt und etwa 5–10% Verstärkung bewirkt. Die Ursache dieser Erscheinung ist vermutlich Hybridisierung. Andererseits tritt ein Elektronenmangeleffekt auf und zwar bei Verbindungen, in denen die maximal mögliche Elektronenzahl des Zentralatoms nicht erreicht wird. Das Elektronenmaximum ist in der 1. Periode 8, in der 2. und 3. 12 und in der 4. und 5. Periode 16 Elektronen. Der Elektronenmangeleffekt kann bis 50% Bindungsverstärkung bewirken. Eine Reihe chemischer Eigenschaften der Halogenide (Hydrolyse, Anlagerung von Donoren, Komplexbildung) lassen sich auf den Elektronenmangeleffekt zurückführen.

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