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Über die Beeinflussung der H + ‐Ionenleitfähigkeit durch Fremdionen in wäßriger Lösung
Author(s) -
Suhrmann R.,
Wiedersich I.
Publication year - 1953
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19532720120
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
1 Die Untersuchung der Leitfähigkeitsbeeinflussung von 0,1 m wäßriger HCl‐Lösung durch Zugabe von MgCl 2 , LiCl, NaCl, KCl, KBr und KJ in Konzentrationen von 0,5 (0,25 bei MgCl 2 ) bis zu 4 Mol/1 (2 bei MgCl 2 ) ergibt, daß man übersichtliche Verhältnisse dann erhält, wenn man die durch Differenzbildung der Leitfähigkeit der Mischung und der reinen Salzlösung erhaltene Leitfähigkeit der 0,1 m HCl‐Lösung nicht wie üblich als Funktion der Salzkonzentration, sondern als Funktion der Wasserkonzentration betrachtet. 2 Hierbei ergibt sich, daß die HCl‐Leitfähigkeit bei Zugabe von Mg ++ ‐Ionen doppelt so stark abfällt wie bei Zugabe der gleich großen Li + ‐Ionen und daß der Abfall schwächer wird, wenn man von Li + ‐ zu Na + ‐ und K + ‐Ionen übergeht. Der Abfall wird also im wesentlichen durch die Kationen des Salzes bedingt. 3 Bezieht man die HCl‐Leitfähigkeit auf den Wassergehalt der Lösung, so erkennt man, daß zwischen der Wirkung von KCl, KBr und KJ kein Unterschied besteht. Für den Protonentransport in wäßriger HCl‐Lösung bestimmter H + ‐Konzentration ist also im wesentlichen die Wasserkonzentration maßgebend, er wird durch Kationen behindert, weil deren H 2 O‐Dipole Protonen nicht in der Weise anzulagern vermögen wie freie H 2 O‐Molekeln. Die Wasserhülle der Anionen behindert ihn nicht in dem Maße wie die der Kationen. 4 Der Temperaturkoeffizient der HCl‐Leitfähigkeit ist bei MgCl 2 ‐ und LiCl‐Zugabe größer als in reiner HCl‐Lösung und wächst mit der Salzkonzentration; bei KCl‐, KBr‐ und KJ‐Zugabe ist er kleiner als in reiner HCl‐Lösung und fällt mit der Salzkonzentration. Die äußere (zweite) Hydrathülle der Kationen, die bei Mg ++ ‐ und Li + ‐Ionen vorhanden ist und durch Temperaturerhöhung abgebaut wird, und die bei K + ‐Ionen fehlt, behindert also ebenfalls den Protonentransport. 5 Der Protonentransport wird durch Einzel‐H 2 O‐Molekeln stärker begünstigt als durch Wasserassoziate, was auch aus der beträchtlichen Leitfähigkeitszunahme von HCl‐Lösungen bei Druckerhöhung hervorgeht.

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