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Über Komplexverbindungen. XVI. Cis‐Diazido‐diäthylendiamin‐chrom(III)‐salze
Author(s) -
Linhard Martin,
Weigel Melitta
Publication year - 1953
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19532710303
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Von dem Komplex cis [Cr en 2 (N 3 ) 2 ] + wird das Azid, Bromid, Jodid, Nitrat und Perchlorat dargestellt und zwar primär durch Umsatz von [Cr en 3 ] Cl 3 mit NaN 3 in warmer wäßriger Lösung. Die roten Salze sind im Gegensatz zu denen von [Co(NH 3 ) 4 (N 3 ) 2 ] + ungefährlich, da die Bindung der Azidreste polarer ist. Sie lösen sich in Wasser von Zimmertemperatur etwa 4‐ bis 6mal leichter als jene. Die Lichtabsorption fügt sich den bisher von uns erkannten Bauprinzipien für die Spektren der Co‐ und Cr(III)‐ammine. Entsprechend der stets kurzwelligeren Lage der hohen Banden der Cr‐komplexe steht die niedrige Bande II frei, im Gegensatz zu den ent sprechenden Co‐salzen. Die Komplexe aquotisieren in Wasser von Zimmertemperatur so langsam, daß es die präparative Verarbeitung kaum stört, aber doch größenordnungsmäßig schneller als die entsprechenden Co‐salze. Der Übergang in den Diaquo‐dien‐komplex kann als mono‐molekulare Reaktion beschrieben werden. Auf keinen Fall erfolgt daher die Aquotisierung in der ersten Stufe (zum Azido‐aquo‐komplex) größenordnungsmäßig schneller als jene der zweiten Stufe (zum Diaquo‐komplex).