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Strukturuntersuchung der Monoklinen Arsenikmodifikation Claudetit
Author(s) -
Becker K. A.,
Plieth K.,
Stranski I. N.
Publication year - 1951
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19512660604
Subject(s) - physics
Claudetiteinkristalle werden bei Temperaturen oberhalb des Umwandlungspunktes Arsenolith‐Claudetit aus Arsenolith gezüchtet. Die Identität mit dem natürlichen Claudetit wird sichergestellt. Bei den Züchtungsversuchen wird noch eine weitere bisher unbekannte kristalline Modifikation erhalten, deren Existenz durch Röntgenaufnahmen gesichert werden kan. Drehkristall‐, Schwenk‐ und Weissenberg‐Aufnahmen um verschiedene Achsen ergeben die monokline Raumgruppe C 2h 5 ‐P2 1 / mit den Daten: a 1 = 5,25 Å; a 2 = 12,90 Å; a 3 = 4,53 Å; α 2 = 93°53′; Z = 4 Formeleinheiten As 2 O 3 ; σ r = 4,23 g/cm 3 . Die Kristalle sind nach (100) verzwillingt. Aus zweidimensionalen PATTERSON‐ und FOURIER‐Projektionen konnten die As‐Lagen und eine O‐Lage sicher festgestellt werden. Zur Bestimmung der restlichen zwei O‐Lagen, deren Projektionen in die der Arsen‐Atome fallen, werden stereohemische Gesichtspunkte herangezogen. Es ergibt sich ein S‐förmig gewundenes Schichtgitter mit Hauptvalenzbindungen innerhalb der Schicht und Nebenvalenzbindungen zwischen den Schichten.