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Über Dichte und Gitterbau der Verbindungen Mg 2 Pb, Mg 2 Sn und Mg 2 Ge
Author(s) -
Brauer Georg,
Tiesler Joachim
Publication year - 1950
Publication title -
zeitschrift für anorganische chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0372-7874
DOI - 10.1002/zaac.19502620605
Subject(s) - chemistry , nuclear chemistry , physics
Dichtemessungen und Röntgenuntersuchungen an Mg 2 Pb und Mg 2 Sn ergeben eine Anomalie in der Art, daß der röntgenographisch berechnete Wert der Dichte kleiner als der pyknometrisch gemessene ist. Mg 2 Ge zeigt diese Anomalie nicht mehr. Die Zusammensetzung der Verbindungen ist exakt formelgemäß. Bei Mg 2 Pb und Mg 2 Sn müssen also die im Fluoritgitter vorhandenen Lücken teilweise aufgefüllt sein, und es müssen jeweils beide Atomsorten im Formelverhältnis an dieser Auffüllung beteiligt sein (Additionsfehlordnung). In dieser Konstitution kann man die Auswirkung des metallischen Charakters der untersuchten Verbindungen sehen, während andererseits ihre Stöchiometrie auf einen heteropolaren Bindungsanteil hinweist. Bei Annahme eines idealen Fluoritgitters würde sich die Raumerfüllung für Mg 2 Pb zu nur 49% berechnen; sie läge höher für Mg 2 Sn mit 51% und noch günstiger für Mg 2 Ge mit 55%. Auch die Erscheinung der Ausdehnung beim Erstarren der geschmolzenen Verbindungen, die auf eine schlechte Raumerfüllung in den festen Phasen hindeutet, ändert sich im gleichen Sinne: Sie ist bei Mg 2 Pb und Mg 2 Sn deutlich erkennbar und fehlt bei Mg 2 Ge. Diese Ergebnisse stützen die genannte Deutung für den Gitterbau von Mg 2 Pb und Mg 2 Sn, da sie ein Bestreben zur Lückenauffüllung vorraussehen lassen und verständlich machen.