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Über die binären Systeme des Titans mit den Elementen Stickstoff, Kohlenstoff, Bor und Beryllium
Author(s) -
Ehrlich Paul
Publication year - 1949
Publication title -
zeitschrift für anorganische chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0372-7874
DOI - 10.1002/zaac.19492590102
Subject(s) - chemistry
Mit Hilfe des Sinterverfahrens werden Titannitride, ‐carbide, ‐boride und ‐Berylliumlegierungen dargestellt und die Präparate vor allem röntgenographisch und pyknometrisch untersucht. Bei der Synthese diente als Heizquelle ein im Hochvakuum erhitztes Wolframschiffchen. Dabei mußten die Ansätze klein gehalten werden; für die Dichtebestimmungen wurde deshalb eine Halbmikromethode ausgearbeitet. Im System Titan‐Stickstoff reicht die TiN‐Phase bis zur Zusammensetzung TiN 0,42 , während die obere Grenze noch nicht ganz sicher festliegt. Bei der Zusammensetzung TiN sind 4% der Gitterplätze nicht besetzt. Mit Abnahme des Stickstoffgehaltes verschwinden die Fehlstellen im Metall‐Teilgitter; es liegen dann reine Subtraktionsmischkristalle vor. Außerdem kann das Metall unter Gitterweitung 0,22 Atome Stickstoff je Titanatom lösen. Im System Titan‐Kohlenstoff reicht der Homogenitätsbereich der TiC‐Phase von TiC 1,0 bis TiC 0,3 . Auch hier handelt es sich bei kohlenstoffärmeren Präparaten um Subtraktionsmischkristalle; das Gitter des TiC selbst weist praktisch keine Fehlstellen mehr auf. Die Metallphase zeigt für Kohlenstoff ein geringeres Lösungsvermögen (Ti → TiC 0,08 ) als für Stickstoff. Das System Titan‐Bor wurde nur im Konzentrationsbereich Ti ⟷ TiB 3 eingehend untersucht, wobei die Gitter der Verbindungen TiB 2 und TiB, die beide nur geringe Phasenbreiten aufweisen, aufgeklärt werden konnten. Aus dem Metallgitter bildet sich ohne erkennbaren Phasensprung eine titanähnliche Überstruktur von beträchtlicher Breite (Ti ⟷ TiB 0,8 ). Im Legierungssystem Titan‐Beryllium wurde gleichfalls nur die titanreiche Seite bis zur Zusammensetzung TiBe 2 ausführlicher bearbeitet. In diesem Konzentrationsbereich existieren nur die beiden Verbindungen TiBe 2 und TiBe. Für Beryllium zeigt die Metallphase ein gewisses Lösungsvermögen; die Grenze des Homogenitätsbereiches liegt etwa bei der Zusammensetzung TiBe 0,1 . Anschließend an den experimentellen Teil werden die Ergebnisse zusammenfassend besprochen. Die Systeme Ti/H, Ti/O, Ti/N und Ti/C zeigen untereinander große Ähnlichkeit. Im System Ti/Blassen sich dann in allen Phasen Übergangserscheinungen feststellen, bis schließlich bei den Berylliumlegierungen der metallische Charakter dieses Systems zum Ausdruck kommt.

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