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Über die Trennung anorganischer Stoffgemische durch Verteilung zwischen zwei Lösungsmitteln. 3. Die Trennung des Hafniums vom Zirkonium durch Verteilung
Author(s) -
Fischer Werner,
Chalybaeus Walter
Publication year - 1947
Publication title -
zeitschrift für anorganische chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0372-7874
DOI - 10.1002/zaac.19472550109
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Es wird gezeigt, daß man auch so nahe verwandte Elemente wie Zirkonium und Hafnium durch Verteilung zwischen zwei Lösungsmitteln trennen kann. Von den untersuchten Systemen zeitigte die Verteilung der Rhodanide zwischen Wasser und äther die günstigsten Trennungseffekte. Zweckmäßig schüttelt man eine wässerige Lösung von Zr‐Hf‐Sulfat und Ammoniumrhodanid mit rhodanwasserstoffsaurem äther aus. In diesem System erwiesen sich die Verteilungskoeffizienten α Hf und α Zr stark von der Temperatur und den Konzentrationen der Reaktionspartner abhängig. Ihr Verhältnis, der für den Trennungseffekt entscheidende Trennfaktor β = α Hf /α Zr hingegen zeigte sich von jenen Bedingungen mit Ausnahme der (Zr, Hf)‐Konzentration fast unabhängig; er änderte sich dafür aber stark mit der vom äther extrahierten Gesamtmenge an Zr und Hf. ‐ Einige Bedingungen, die die Hydrolyse begünstigen, verschlechtern die Trennwirkung. Auf Grund dieser Untersuchungen können Bedingungen angegeben werden, unter denen aus einem Zirkonpräparat mit 0,5% HfO 2 durch einmaliges Ausäthern ein Präparat mit 5–10% HfO 2 bei einer Hf‐Ausbeute von ∼50% gewonnen wird. Bei Hf‐reicheren Ausgangsmaterialien liegen die Verhältnisse ganz ähnlich, bei hohen Hf‐Gehalten sogar noch etwas günstiger.