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Einige neue Halogenide des Siliciums. VI. Mitteilung. Formel und Konstitution eines Silicosebazinsäurederivates
Author(s) -
Schwarz Robert,
Danders Christel
Publication year - 1947
Publication title -
zeitschrift für anorganische chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0372-7874
DOI - 10.1002/zaac.19472530505
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , polymer chemistry
Die bei der Hydrolyse von Si 10 Cl 22 bzw. Si 10 Cl 20 H 2 entstehende Verbindung – ein lockeres weißes, an der Luft brennbares Pulver – wird durch geeignete Methoden auf ihre Zusammensetzung untersucht. Auf Grund der Ergebnisse eines thermischen Abbaus wird für sie die Formel Si 10 (OH( 10 O 6 ermittelt. Danach handelt es sich bei ihr um ein Dekahydroxo‐hexoxodekasilan bzw. in Anlehnung an die Namengebung länger bekannter homologer Verbindungen um eine Okthydroxo‐tetroxo‐silico‐sebazinsäure. Die Verbindung verliert beim Erhitzen im Vakuum auf 200° unter Selbstoxydation ihren Wasserstoff und gibt ein intermediäres Produkt Si 10 O 16 , ein Siloxan, das ebenfalls noch brennbar ist und durch Erhitzen auf 600° unter Disproportionierung in SiO 2 und Si zerlegt wird. Für die Verbindung Si 10 (OH) 10 O 6 1äßt sich auf Grund ihrer genetischen Beziehung und ihrer Reaktionen ein Strukturbild entwerfen.