Premium
Die Rekristallisation leicht schmelzender Stoffe und die des Eises
Author(s) -
Tammann G.,
Dreyer K. L.
Publication year - 1929
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0863-1786
DOI - 10.1002/zaac.19291820128
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , political science
Zusammenfassend darf man sagen, daß die Orientierung der sich berührenden Kristalliten die Richtung der Korngrenzenverschiebung angibt, daß aber die Geschwindigkeit der Korngrenzenverschiebung durch die Konzentrationen der aus den Kristalliten sich aus‐scheidenden Beimengungen bestimmt wird. Diese bilden an der Korngrenze Fetzen von Häutchen, welche die Geschwindigkeit erheblich verringern und schließlich den Vorgang der Kornvergrößerung hemmen. Für diese Wirkung der Zwischensubstanzhäutchen sprechen folgende Erfahrungen: 1. In vielen Fällen snd diese Häute als Rückstand wabiger Struktur nach Entfernung der Kristalliten zu erkennen. 2. Durch Verringerung der Beimengungen wird die Geschwindigkeit der Korngrenzenverschiebung erhöht und die Menge der Zwischensubstanzhäutchen verringert. 3. Mit wachsendem Bearbeitungsgrade nimmt die Geschwindigkeit der Korngrenzenverschiebung stark ab, weil mit ihm die Ausscheidungsgeschwindigkeit der Beimengungen zunimmt.