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Über die indirekte Analyse einer chemisch einheitlichen Phase in einem aus zwei Phasen bestehenden System
Author(s) -
Weitz Ernst,
Stamm Hellmuth
Publication year - 1929
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0863-1786
DOI - 10.1002/zaac.19291790115
Subject(s) - physics , philosophy , chemistry
Die Zusammensetzung einer chemischen Verbindung I, die als selbständige Phase I im Gemisch mit einer anderen, chemisch nicht einheitlichen Phase II vorliegt, läßt sich, wenn die Zahl der Komponenten mindestens 3 beträgt, indirekt bestimmen durch die Analyse der Phase II sowie eines beliebigen Gemisches von I und II. Da von dem analysierten Gemisch nach Wegnahme der darin enthaltenen Phase II die reine Phase I übrig bliebe, so müssen die in diesem Gemisch auf die Verbindung I entfallenden Anteile der einzelnen Komponenten darstellbar sein als Differenzen zwischen den im Gemisch und den in einem, zunächst noch unbekannten, Quantum der Phase II enthaltenen Mengen (g‐Atomen bzw.‐Molekülen) der betr. Bestandteile. Diese für die einzelnen Komponenten erhaltenen Differenzen müssen aber außerdem zueinander in einem ganzzahligen Verhältnis stehen, wenn sie wirklich der Zusammensetzung eines chemischen Individuums entsprechen sollen. Durch Auswertung dieser Beziehungen erhält man ein System von diophantischen Gleichungen, für die eine einfache geometrische Lösung gezeigt wird. Die Anwendung der Methode wird an einigen Beispielen erläutert.