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Über Ferriacetate
Author(s) -
Krause Alfons
Publication year - 1928
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0863-1786
DOI - 10.1002/zaac.19281690123
Subject(s) - chemistry , sorption , polymer chemistry , adsorption
Es wurde das System Ferrihydrogel/Essigsäure bei 20° C eingehend untersucht und dabei folgende Beobachtungen gemacht. I. Die Einwirkung der Essigsäure auf das Ferrihydrogel ist ein typisches Beispiel einer verzögerten chemischen Reaktion (Z SIGMONDY ). Mit zunehmender Essigsäurekonzentration im Sol beobachtet man der Reihe nach Sorption (Chemosorption, Adsorption und Absorption), Peptisation und chemische Reaktion. 1. Die Sorption hat einen periodischen Verlauf, der durch aufeinanderfolgende Maxima und Minima gekennzeichnet ist. Bei einer Acidität von 0,069 n‐CH,COOH (p, = 3,05) beobachtet man ein Sorptionsminimum. 2. Die Peptisation des Ferrihydrogels tritt gleichzeitig mit der Sorption (Absorption) auf und ist am stärksten bei einer Acidität von 0,035 n bis 0,153n‐CH3COOH (von pH etwa 3,2 bis 2,s). Bei einer Normalität von 0,7 9 n wird vollständige Peptisation erreicht. 3. Die elektrolytbildende Wirkung der Essigsäure beginnt oberhalb 0,79 n, vielleicht schon oberhalb 0,395 n. Die Umwandlung des kolloiden in kristalloides Ferriacetat ging deutlich hervor aus: a) der dabei auftretenden koagulierenden Wirkung b) der Farbänderung der Lösungen c) der Änderung der Capillarisierungszahl, d) der zunehmenden Oberflächenspannung der Lösungen. Oberhalb der Normalität der 1,58 ist eine weitere Elektrolytbildung fraglich.