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Die Oxyde des Rutheniums
Author(s) -
Wöhler Lothar,
Balz Ph.,
Metz L.
Publication year - 1924
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0863-1786
DOI - 10.1002/zaac.19241390111
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
1. Die Literaturangaben über die Bildung von 5‐Oxydhydrat sind unrichtig. a) Die freiwillige Zersetzung von Ruthenium‐8‐Oxyd in wäßriger Lösung, die sich i m Quecksilberlicht besonders schnell vollzieht, führt nur zu 4‐Oxydhydrat, unabhängig von der Temperatur. b) Die Reduktion von gelöstem Ruthenium‐8‐Oxyd wie von Kaliumruthenat durch Alkohol führt ebenfalls zu 4‐Oxydhydrat, verunreinigt durch eine explosive organische Rutheniumverbindung, vielleicht ähnlich der bekannten aus Platinchlorid durch Alkohol und Alkali erhältlichen. c) Die Autoxydation von niederen Oxydhydraten führt zu 3‐Oxydhydrat und schließlich zu 4‐Oxydhydrat als letzter Oxydationsstufe. d) Die Zersetzung von Kaliumruthenat durch Salpetersäure führt zu 4‐Oxydhydrat, und auch Kohlendioxyd bewirkt, wie wir fanden, ähnlich wie beim Manganat, diesen Zerfall der Mittelstufen des Ruthenats in die Seitenstufen des 8‐Oxyds und 4‐Oxydhydrats.