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Vergiftungserscheinungen bei chemischen reaktionen (insbesondere der Auflösung von Metallen in Säuren)
Author(s) -
Sieverts A.,
Lueg P.
Publication year - 1923
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0863-1786
DOI - 10.1002/zaac.19231260118
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
1. Nach dem D.R.P. 309264 vermögen manche organische Substanzen mit stickstoff haltigen Ringen die Auflösung von Eisen in Salzsäure und Schwefelsäure weitgehend zu hemmen. Diese Angaben wurden bestätigt und erweitert. Alle untersuchten Substanzen mit pyridinartig gebundenem Stickstoff waren mehr oder minder wirksam. In der Reihe Pyridin, Chinolin, Naphtochinolin nimmt die Giftwirkung entsprechend der Traubeschen Regel stark zu. Am wirksamsten war ein aus Rohanthracen gewonnener Extrakt, der die basischen ätherlöslichen Bestandteile des Ausgangsmaterials enthielt. Nächst dem Extrakt waren α‐ und β‐Nch (mehr als Acridin), Strychnin, Bruzin, Narcotin, Chinin, Nicotin und Veratrin die wirksamsten Stoffe. Substanzen ohne pyridinartig gebundenes Stickstoffatom waren mit Ausnahme des Novocains und der Blausäure wirkungslos. Ganz ähnliche Ergebnisse wurden mit Aluminium und mit Zink erhalten.