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Über das Gadolinium. Trennungsmethoden in der Reihe der Terbin‐ und Yttererden
Author(s) -
Meyer R. J.,
Müller Ulrich
Publication year - 1919
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0863-1786
DOI - 10.1002/zaac.19191090102
Subject(s) - philosophy , humanities , gynecology , medicine
A. Es wurden folgende Methoden zur Darstellung des Gadoliniums geprüft: 1 Die Alkalidoppelsulfatmethode. Die Methode erweist sich zur Darstellung des Gadoliniums nur bedingt als brauchbar. Ihre unbequeme Handhabung verbietet eine erschöpfende Anwendung zur Darstellung einer Einzelerde. Dagegen vermag sie gut Dienste zu leisten, wenn es sich darum handelt, ein umfangreiches schwachgadoliniumhaltiges Material in zwei Teile zu teilen, in deren einem man das Gadolinium konzentrieren kann. 2 Die Hydrazindoppelsulfatmethode. Diese Methode wurde neu ausgearbeitet; sie wirkt der Alkalidoppelsulfatemethode analog und in dem gleichen Sinne. Sie hat gegenüber jener den Vorzug, daß man die Menge der abzuscheidenden Erden in der Hand hat. Es werden die Hydrazindoppelsulfate einiger typischer Erden dargestellt und ihre Zusammensetzung durch Analyse ermittelt. 3 Die fraktionierte Kristallisation der Bromate. Diese von C. James zuerst angegebene Methode eignet sich in hervorragender Weise zur Trennung der Terbinerden von den Yttererden. Die Scheidung verläuft schnell und gestattet das Arbeiten in größtem Maßstabe, infolge der großen Löslichkeit und guten Kristallisationsfähigkeit der Bromate. Man kann jedoch mit ihr keine Trennung der Ceriterden von den Terbinerden erzielen, da die Löslichkeit des Gadoliniumbromats zwischen den Löslichkeiten von Samarium und Neodymbromat liegt. Die Methode muß also mit einer anderen, zur Abscheidung der Ceriterden dienenden verbunden werden.