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Studien über Thalliumoxyde. (III. Teil.)
Author(s) -
Rabe Otto
Publication year - 1907
Publication title -
zeitschrift für anorganische chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0863-1778
DOI - 10.1002/zaac.19070550110
Subject(s) - chemistry , gynecology , physics , medicinal chemistry , humanities , art , medicine
Die Ergebnisse der vorstehenden Arbeit sind zusammengefafst die folgenden: Fein krystallines aus Thallosalzen und Hydro‐peroxyd entstehendes Thallioxyd (Tl 2 O 3 ) enthälttatsächlich, auch nach dem Trocknen im Vakuum über Phosphorpent‐oxyd bis zur Gewichtskonstanz, noch geringe Mengen Wassers, wie schon in den beiden ersten Abhandlungen 1 auf Grund der dort beobachteten kleinen Abweichungen des gefundenen Thalliumgehaltes von dem für Tl 2 O 3 berech‐neten a priori angenommen wurde. Dieses Wasser wurde sowohl indirekt durch den Gewichtsverlust der Oxyde bei dem Erhitzen wie auch direkt durch Auffangen und Wägen im Chlorcalciumrohr bestimmt. Der Wassergehalt betrug im vorliegenden Falle 0.77% bei dem hraunen und 0.23% bei dem schwarzen Oxyd. Es ist wohl nicht zulässig, dieses Wasser als ein im gewöhnlichen Sinne chemisch gebundenes (Hydratwasser) anzusprechen. Dagegen spricht schon seine geringe Menge, die in den bier untersuchten Proben nur 1/5 bzw. 1/15 derjenigen betrug, die nach der Berechnung bereits für ein Thallioxydmonohgdrat (Tl 2 O 3 ·H 2 O) erforderlich ist (3.79%). Der naheliegende Einwand, dass durch die vorhergehende Trocknung über Phosphorpentoxyd der Hauptteil des Hydratwassers schon entfernt wird, ist nicht stichhaltig. Denn der Betrag an Wasser, der dadurch entfernt wird, betrug beispielsweise in einem früheren Versuche 2 mit dem braunen Oxyd (also dem an sich etwas wasserreicheren Produkt) auch nur 0.29%. Die beiden Oxydformen werden also gleich bei der Darstellung in einem sehr wasserarmen Zustand gewonnen.