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LASMA: Laser‐Massenanalysator
Author(s) -
Schmitt Christoph,
Schmiedel Hans
Publication year - 1996
Publication title -
vakuum in forschung und praxis
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.213
H-Index - 13
eISSN - 1522-2454
pISSN - 0947-076X
DOI - 10.1002/vipr.19960080404
Subject(s) - physics , humanities , philosophy , art
Die Stärken der Laser‐Massenspektrometrie liegen in ihrer Schnelligkeit und Mobilität. Als typische Multielementmethode erlaubt sie eine einfache Elementübersicht einer Probe bei recht einfacher Probenvorbereitung. Basierend auf dieser Methode ist LASMA (LASer Mass Analyser) ein robustes Gerät welches zudem für den Betrieb nur elektrische Energie in der Größenordnung von 1 kW benötigt. Damit ist es ideal für den Vor‐Ort‐Einsatz. In der Umweltanalytik hat das Gerät seine Stärken im Bereich der Screening‐Untersuchungen. Selbst organische Verunreinigungen lassen sich anhand des Kohlenstoff‐, Sauerstoff‐oder Chlornachweises verfolgen bzw. eingrenzen. Die einzigartige Kombination von Mikroskop und Massenspektrometer ermöglicht eine breite Palette von Anwendungen insbesondere im Bereich der Fehlstellenanalytik. Selbst chemischen Methoden schwer zugängliche Matrices wie Keramiken oder Gläser lassen sich mit dem Gerät ohne große Probleme analysieren. Ist damit das LASMA‐Gerät ein Universalgerät oder der Stein der Weisen? Sicher nicht, es hat ‐wie jedes andere Gerät‐ seine ganz speziellen Anwendungsbereiche. LASMA analysiert ortsaufgelöst, d.h. es wird ein Volumen von ca. 30 μm Durchmesser und einer Dicke von ca. 0.1 μm analysiert. LASMA kann und will nicht wie bei der Atomabsorbtionsspektrometrie (AAS) den Anteil eines Elementes in einer großvolumigen Probe von mehreren Gramm feststellen, wobei dort natürlich ein Mittelwert über die gesamte Probe gemessen wird. Gerade durch die Ortsauflösung des LASMA wird die phantastische Möglichkeit eröffnet, Inhomogenitäten in einer Probe aufzuspüren. LASMA ersetzt nicht bewährte Methoden, sondern ergänzt sie.