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Quantenchemische MNDO‐, AM1‐, und PM3‐Untersuchungen von α‐D‐Glucose‐acetaten, ‐benzoaten und ‐(trichlor)acetaten als Modelle für die entsprechenden Amyloseverbindungen
Author(s) -
Otto A. H.,
Schrader S.,
Reinisch G.
Publication year - 1996
Publication title -
starch ‐ stärke
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.62
H-Index - 82
eISSN - 1521-379X
pISSN - 0038-9056
DOI - 10.1002/star.19960480108
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , mndo , organic chemistry , molecule
Die Bildungsenthalpien reiner α‐ D ‐Glucose, sowie deren mono‐, di‐ und tri‐substituierter Derivate (Acetate, Benzoate und (Trichlor)acetate in den Positionen 2, 3 und 6) wurden mit den semiempirischen quantenchemischen Methoden MNDO, AM1 und PM3 bestimmt. Bei der Substitution der ersten Hydroxylgruppe fällt die thermodynamische Wahrscheinlichkeit der Belegung der Positionen in der Folge 6>3>2 (Acetate), 2>6>3 (Benzoate) und 6>2>3 ((Trichlor)acetate). Die Bildung von Glucosemonoacetat erhöht die Reaktivität der beiden anderen OH‐Gruppen bezüglich der Acetylierung. Für die Benzoate und (Trichlor)acetate konnte das nicht festgestellt werden. Zum Vergleich wurden die Bildungsenthalpien für alle unverzweigten Dodecanole und deren Acetate, Benzoate und (Trichlor)acetate berechnet. Für alle betrachteten Verbindungen wurden die Reaktionsenthalpien bei Verwendung der entsprechenden Säurechloride, eines Moleküls Pyridin und unter Bildung von Pyridiniumhydrochlorid ermittelt. Die Reaktivität der Dodecanole ist generell höher als von reiner und substituierter Glucose. Die Ergebnisse werden mit Hinblick auf präparative Anwendung diskutiert.