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Inulinhaltige Pflanzen als Rohstoffquelle. Biochemische und pflanzenphysiologische Aspekte
Author(s) -
Beck R. H. F.,
Praznik W.
Publication year - 1986
Publication title -
starch ‐ stärke
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.62
H-Index - 82
eISSN - 1521-379X
pISSN - 0038-9056
DOI - 10.1002/star.19860381108
Subject(s) - chemistry , inulin , microbiology and biotechnology , food science , biology
Das Vorkommen und die physiko‐chemischen Eigenschaften von Inulin werden eingangs behandelt. Klassische und moderne Inulinbestimmungsmethoden werden gegenübergestellt. Für die Erfassung der molekularen Verteilung und Zusammensetzung von Inulin wird eine HPLC‐ und eine GPC‐Methode angewendet. Je nach pflanzlicher Herkunft erhält man unterschiedliche Kohlenhydratverteilungsmuster. Die Verwertbarkeit dieser pflanzlichen Kohlenhydrate zur Fructose‐ oder alkoholproduktion steht im engen Zusammenhang mit deren Zusammensetzung. So ist Inulin durch Invertase nur äußerst langsam spaltbar, Inulooligosaccharide werden jedoch relativ rasch gespalten. Für die Fructoseproduktion sind langkettige Inuline von Vorteil, da sie nach Hydrolyse nur geringe Mengen kristallisationshemmender Glucose ergeben. Für die Vergärung sind kurzkettige, von Mikroorganismen leicht verwertbare Oligosaccharide günstig. Als Beispiel für hochmolekulare Inuline werden Dahlie und Zichorie gebracht. Topinamburinulin hingegen besitzt besonders zu späten Erntezeitpunkten (Spätherbst und Frühjahr) eine Zusammensetzung mit einem hohen Anteil an niedermolekularen Oligosacchariden, die sich für die Alkoholproduktion (Biosprit) eignen.

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