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Die Bedeutung der Agrarmarktregelungen für die Stärkeindustrie der Europäischen Gemeinschaft aus italienischer Sicht
Author(s) -
Palmieri E. Pedrini
Publication year - 1983
Publication title -
starch ‐ stärke
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.62
H-Index - 82
eISSN - 1521-379X
pISSN - 0038-9056
DOI - 10.1002/star.19830350702
Subject(s) - political science , humanities , gynecology , philosophy , medicine
Die Stärkeindustrie hat eine erhebliche agrarpolitische Bedeutung, die im Rahmen verstärkter Überlegungen zur Erzeugung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe beträchtlich erweitert werden könnte. Voraussetzung dafür ist jedoch die Wettbewerbsfähigkeit. Die gemeinschaftliche Agrarpolitik bietet insbesondere der Maisstärkeindustrie unsichere Bedingungen für eine wirtschaftliche Vorsorgestrategie. Bei den gegebenen politischen Konstellationen ist eine weitsichtige Politik für die Stärkeindustrie in der Gemeinschaft erschwert, und zwar hinsichtlich der Handelsbeziehungen EG – USA für Agrarprodukte. Zu diesem Komplex gehört auch die Isoglucose, eines der wichtigsten neuen Produkte der Stärkeindustrie und Ausgangspunkt für vielversprechende Technologien, das aber von der EG als Bedrohung aktueller landwirtschaftlicher Strukturen angesehen wird. Gerade die Differenzierung des landwirtschaftlichen Angebotes kann aber, zusammen mit neuen biotechnologischen Verfahren, die Voraussetzungen für weitreichende Beziehungen zwischen Energie‐ und Ernährungspolitik einerseits und natürlichen Rohstoffquellen andererseits schaffen. Die EG‐Agrarpolitik muß sich mit diesem Sachverhalt auseinandersetzen, wenn sie die Funktionsfähigkeit des gemeinsamen Agrarmarktes erhalten will.