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Stärke als Chemierohstoff — Möglichkeiten und Grenzen
Author(s) -
Woelk H. U.
Publication year - 1981
Publication title -
starch ‐ stärke
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.62
H-Index - 82
eISSN - 1521-379X
pISSN - 0038-9056
DOI - 10.1002/star.19810331202
Subject(s) - chemistry
Bei den Bemühungen um die Erschließung neuer, regenerierbarer Rohstoffquellen für die Chemie kann die Stärke eine besondere Rolle insofern spielen, als sie als natürliches Polymeres durch Konversion und Modifizierung den Anforderungen, die sich aus einer Verwendung als Rohstoff oder Zwischenprodukt biotechnischer oder chemischer Synthesen ergeben, in besonders flexibler Weise angepaßt werden kann. Für die Einbeziehung von Stärkeprodukten in die Herstellung und/oder die Verarbeitung von Kunststoffen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die beispielhaft für die Herstellung von Polyolefinen, Polyurethanschäumen und verschiedenen Kondensationsharzen erläutert werden. Durch gezielten, vorzugsweise enzymatischen Abbau der Stärke und Hydrierung der resultierenden Gemische aus Mono‐, Di‐ oder Oligosacchariden kann ein breites Spektrum von Polyolen erschlossen werden. Durch die Bildung von Anhydroverbindungen, z. B. aus Sorbitol, werden bicyclische Polyole mit der Funktionalität 2 erhalten, die sicher vielseitige Verwendung – nicht nur in der Polymerchemie – finden werden. Die Nutzung der aufgezeigten Möglichkeiten der Stärke als Chemie‐Rohstoff kann ein gewichtiger Beitrag zur Lösung der Rohstoff‐ und Energieprobleme sein.

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