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Charakterisierung mechanisch modifizierter Stärke
Author(s) -
Meuser F.,
Klingler R. W.,
Niediek E. A.
Publication year - 1978
Publication title -
starch ‐ stärke
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.62
H-Index - 82
eISSN - 1521-379X
pISSN - 0038-9056
DOI - 10.1002/star.19780301105
Subject(s) - chemistry , physics , gynecology , medicine
Es wird gezeigt, daß die mechanische Beanspruchung der Stärke in Form einer plastischen Stärkekornverformung in optimaler Weise deren physikalische und chemische Eigenschaften verändert. Die zur Verformung notwendigen Energiebeträge sind zwar klein, können aber mit den z. Z. bekannten Werkzeugen nicht gezielt und daher nur mit schlechtem Wirkungsgrad übertragen werden. Trotz hoher Energieverluste wird aber schon durch kurze Beanspruchungszeiten die Assoziation und Polymerisation der Stärkemoleküle weitreichend verändert. Es werden hauptsächlich Nebenvalenzbindungen aufgelöst. Daneben verläuft ein Abbau von Hauptvalenzbindungen beider Stärkekonstituenten, von dem das Amylopektin stärker als die Amylose betroffen ist. Die Abnahme der Wasserstoffbrückenbindungen zwischen benachbarten Stärkepolymeren und die dadurch bedingte Zunahme freier OH‐Gruppen sowie der Abbau der Polymere durch Auflösung von Hauptvalenzbindungen führt zu einem veränderten Verhalten der Stärke gegenüber Wasser. In Bezug auf die Anwendung wird besonders herausgestellt, daß mit den mechanisch modifizierten Stärken homogene und stabile Pasten hergestellt werden können, die keine Gelbildung zeigen und eine hohe Gefrierstabilität haben. Außerdem werden die Enzymsuszeptibilität verbessert sowie die Bildung von Adsorptions‐ und Inklusionskomplexen gefördert.

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