Premium
Vergleichende Betrachtungen der europäischen und der amerikanischen Stärkeforschung und Stärkeindustrie
Author(s) -
Kempf W.
Publication year - 1960
Publication title -
starch ‐ stärke
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.62
H-Index - 82
eISSN - 1521-379X
pISSN - 0038-9056
DOI - 10.1002/star.19600121002
Subject(s) - humanities , political science , philosophy
Zusammenfassung Der Schwerpunkt der Stärkeforschung in den USA, sowohl an den Universitätsinstituten und staatlichen Forschungsanstalten als auch in der Stärkeindustrie selbst, liegt auf dem Gebiet der Entwicklung von chemisch abgebauten und derivatisierten Stärken mit verbesserten oder großenteils auch völlig neuen Eigenschaften mit dem Ziel, den Absatz von Stärke zu steigern und damit die Produktion zu erhöhen. Diese Entwicklung wird weitgehend von den ungeheueren Überschüssen an Mais und Weizen in den USA bestimmt. Da ein solcher Getreideüberschuß in Europa, insbesondere in Deutschland, nicht besteht, sondern praktisch das gesamte Rohmaterial importiert werden muß, liegt das Schwergewicht der europäischen, bzw. der deutschen Stärkeforschung und Stärkeindustrie, abgesehen von der Grundlagenforschung an einigen Universitäts‐ und Hochschulinstituten sowie staatlichen Forschungsanstalten, auf maschinentechnischem Gebiet im Sinne einer Qualitätsverbesserung und Ausbeuteerhöhung. Dementsprechend liegen auch beispielsweise die Ausbeuten der amerikanischen Maisstärkefabriken mit durchschnittlich 64 bis 68% unter denjenigen der europäischen Maisstärkeindustrie. Die Besichtigungen der amerikanischen Maisstärke‐, Weizenstärke‐, Kartoffelstärke‐, Stärkesirup‐ und Dextrosefabriken haben gezeigt, daß ein großer Teil der Verbesserungen und Neuentwicklungen auf maschinentechnischem Gebiet aus Europa stammt, woran die deutsche Maschinenindustrie einen erfreulich hohen Anteil hat.