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High‐Amylose‐Corn — eine vielversprechende Entwicklung in den USA
Author(s) -
Tegge G.
Publication year - 1960
Publication title -
starch ‐ stärke
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.62
H-Index - 82
eISSN - 1521-379X
pISSN - 0038-9056
DOI - 10.1002/star.19600120704
Subject(s) - chemistry , amylose , starch , organic chemistry
Zusammenfassung Mit der Erforschung ihrer allgemeinen und technisch wertvollen Eigenschaften gewinnt die Amylose ein ständig steigendes wirtschaftliches Interesse. Da jedoch die Gewinnung reiner Amylose durch Fraktionierung von Stärke im technischen Prozeß unrentabel ist, wurden in den USA umfangreiche Versuche zur möglichst weitgehenden Erhöhung des Amylosegehaltes von Maisstärke auf genetischem Wege unternommen. Als Ergebnis dieser Versuche stehen heute bereits gewisse Mengen an sogenanntem High‐Amylose‐Corn mit etwa 55 bis 60% Amylose in der Stärke für anwendungstechnische Untersuchungen zur Verfügung. Der bisher höchste auf züchterischem Wege erhaltene Amylosegehalt beträgt 82% in der Stärke. Die technisch interessanten Eigenschaften hochamylosiger Stärke ergeben sich großenteils aus ihrer chemischen und strukturellen Ähnlichkeit mit der Cellulose und entsprechen weitgehend denen von analog zusammengesetzten Amylose‐Amylopektin‐Gemischen. Hervorragende Verwendungsmöglichkeiten für amylosereiche Stärken und ihre Derivate bieten sich auf Grund ihrer guten film‐ und faserbildenden Eigenschaffen. Gute Oberflächenhaftung, Elastizität und Verformbarkeit der aus amylosereicher Stärke und ihren Derivaten gewinnbaren Produkte ermöglichen die Herstellung von Verpackungsmaterialien, Spezialpapieren und eventuell Textilien sowie plastischen Massen. Leichte Löslichmachuno und gute Verdaulichkeit von Filmen aus nicht derivatisierter hochamylosiger Stärke könne neuartige Verwendungsmöglichkeiten erschließen.