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Neubau einer ÖPNV‐Brücke für Straßenbahn, Radfahrer und Fußgänger zum Kienlesberg in Ulm
Author(s) -
Novoselic Tijana,
Klähne Thomas,
Tschepego Igor,
Schönburg Danny,
Heiland Uwe
Publication year - 2017
Publication title -
stahlbau
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.268
H-Index - 19
eISSN - 1437-1049
pISSN - 0038-9145
DOI - 10.1002/stab.201710467
Subject(s) - humanities , art , physics
Den Kern des Neubaus der Straßenbahnlinie 2 in der Stadt Ulm bildet ein Ingenieurbauwerk, das als kombinierte Straßenbahn‐ und Straßenbrücke den Verkehr als außerordentlich schlanke, semiintegrale Ganzstahlbrücke über ein hochfrequentiertes innerstädtisches Bahngelände führt – die Kienlesbergbrücke. Der Brückenentwurf wurde im Rahmen eines Realisierungswettbewerbes erarbeitet und zur Ausführung ausgewählt. Der Überbauquerschnitt ist zweigeteilt, wobei die Trennung zwischen dem Fußgänger‐ und Radfahrbereich und der Fahrbahn durch einen teils als Vollwand‐, teils als Fachwerkträger ausgebildeten Hauptträger erfolgt. Insbesondere die dem Momentenverlauf angepasste Gestaltung dieses Trägers verleiht dem Bauwerk seine besondere Ausstrahlung. Die monolithische Verbindung des Fahrbahndecks mit den tragenden Stahlrohrstützen und die Lagerung im Bereich der Widerlager erfolgt mit konventionellen Lagern und erzeugt so das statisch relevante semiintegrale Tragwerk. Das Eingehen auf die besondere räumliche Bausituation mit einer temporär herzustellenden Montageplattform und der Montage der Stahlkonstruktion im Taktschiebeverfahren unter Nutzung der ca.15 m hohen, schlanken Stützen des finalen Tragwerkes sowie einem Vorbauschnabel, vermeidet die Nutzung einer Vielzahl von Hilfsstützen und erzeugt statisch interessante Bauzustände. Gleichzeitig ist es möglich, in einer außerordentlich kurzen Bauzeit, das Bauwerk so herzustellen, dass keine relevanten Beeinflussungen des Bahnverkehrs auftreten.

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