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Das Niedersachsenstadion – die AWD‐Arena
Author(s) -
Schulitz Helmut C.
Publication year - 2004
Publication title -
stahlbau
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.268
H-Index - 19
eISSN - 1437-1049
pISSN - 0038-9145
DOI - 10.1002/stab.200490061
Subject(s) - humanities , engineering , physics , art
Das Projekt der AWD‐Arena, das ehemalige Niedersachsenstadion, wurde als Austragungsort für die Fußballweltmeisterschaft 2006 ausgewählt. Ursprünglich 1952–1954 auf den Trümmern der Stadt des 2. Weltkriegs errichtet, wird es heute von einem multifunktionalen Stadion in eine reine Fußballarena umgebaut. Der Entwurf ist das Ergebnis eines internationalen Architekten‐ und Ingenieurwettbewerbs. Ein zentraler Aspekt des Entwurfs ist die Trennung des Dachs in zwei konzentrische Teil e, einen geschlossenen äußeren Teil in Trapezblechdekkung und einen transparenten inneren Teil , der von einer einlagigen ETFE‐Folie (Ethylen‐Tetrafluorethylen) überspannt wird. Dies ist eine Antwort auf das Problem des Rasenwachstums, das die meisten engen Fußballstadien betrifft. ETFE ist 95% UV‐lichtdurchlässig, eine Voraussetzung für jede natürliche Vegetation. Der äußere Teil des Dachs ist nach dem Prinzip eines Speichenrades mit einem äußeren Druckring (Felge), Seilen als gekreuzte Speichen und einer offenen Nabe, die selbst eine weitere Felge bildet, an der das innere Dach befestigt ist. Das Innendach ist eine Art Tensegrity‐Konstruktion, die durch Luftstützen geprägt wird, die die Radialträger tragen und die durch zwei weitere Zugringe stabilisiert werden.