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Wasserstoff in Metallen als Beispiel für ein Gittergas mit Phasenumwandlungen
Author(s) -
Alefeld G.
Publication year - 1969
Publication title -
physica status solidi (b)
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.51
H-Index - 109
eISSN - 1521-3951
pISSN - 0370-1972
DOI - 10.1002/pssb.19690320109
Subject(s) - physics
Aus Phasendiagrammen und Löslichkeitsmessungen für Wasserstoff in Metallen kann gefolgert werden, daß es in dem von der Metallmatrix aufgespannten Raume für den interstitiell gelösten Wasserstoff — analog zu freiem Wasserstoff — die Phasenumwandlung gasförmig‐flüssig gibt. Der kritische Punkt der Mischungslücke wird mit dem kritischen Punkt für die Phasenumwandlung gasförmig‐flüssig identifiziert. Aus Löslichkeitsmessungen lassen sich die Zustandsdiagramme für das Gittergas bestimmen. Diese zeigen den für ein nichtideales Gas charakteristischen Verlauf, einschließlich des kritischen Punktes und des durch die Koexistenzkurve begrenzten Zweiphasengebietes. Auch die Diffusions‐konstante des gelösten Wasserstoffs, die den für Festkörpersysteme bei Raumtemperatur üblichen Wert um etwa 10 Größenordnungen überschreitet, ist vergleichbar mit der in freien Flüssigkeiten. Wasserstoff in Metallen kann also in erster Näherung als ein Beispiel für das theoretisch untersuchte Gittergas mit seiner Phasenumwandlung zur Flüssigkeit angesehen werden.