z-logo
Premium
Stapelfehlerdipole in kubisch‐flächenzentrierten Metallen
Author(s) -
Seeger A.,
Wobser G.
Publication year - 1966
Publication title -
physica status solidi (b)
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.51
H-Index - 109
eISSN - 1521-3951
pISSN - 0370-1972
DOI - 10.1002/pssb.19660180121
Subject(s) - physics , chemistry , crystallography
Bei elektronenmikroskopischen Durchstrahlungsaufnahmen an plastisch verformten Ni‐Co‐, Cu‐, Ag‐ und Au‐Einkristallen wurden in der Hauptgleitebene dünne, kontrastarme Linien beobachtet, die genau in <110>‐Richtung verliefen und häufig zwischen den zwei <110>‐Richtungen, die nicht in Gleitrichtung liegen, wechselten. Diese Linien werden als Stapelfehlerdipole gedeutet, bei denen ein Stapelfehler von einer {111}‐Ebene über eine geneigte in eine zur ersten parallele {111}‐Ebene überwechselt. An den äußeren Berandungen der Stapelfehlerbänder und in den Knicklinien liegen jeweils Versetzungen entgegengesetzten Vorzeichens. Als Ausgangspunkt für die Entstehung der Stapelfehlerdipole wird ein Versetzungsdipol aus zwei aufgespaltenen 60°‐Versetzungen zugrunde gelegt. Unter gewissen Bedingungen kann der 60°‐Versetzungsdipol unter Verringerung seiner Linienenergie und Schaffung eines Stapelfehlers auf der geneigten {111}‐Ebene in einen Stapelfehlerdipol übergehen, was durch kleine spezifische Stapelfehlerenergie und kleinen Abstand der Versetzungen begünstigt wird. Mit Hilfe der anisotropen Elastizitäts‐theorie wird die elastische Energie verschiedener Stapelfehlerdipole berechnet und untersucht, bis zu welchen maximalen Abständen der beiden {111}‐Ebenen bei gegebener spezifischer Stapelfehlerenergie die Bildung der Stapelfehlerdipole energetisch günstig ist.

This content is not available in your region!

Continue researching here.

Having issues? You can contact us here