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Untersuchung der Wechselwirkung magnetischer Flußfäden mit Versetzungen und Oberflächen in Niob (I)
Author(s) -
Nembach E.
Publication year - 1966
Publication title -
physica status solidi (b)
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.51
H-Index - 109
eISSN - 1521-3951
pISSN - 0370-1972
DOI - 10.1002/pssb.19660130224
Subject(s) - chemistry
Es wurde der Einfluß ebener Versetzungsanordnungen auf das Eindringen dazu senkrechten Magnetflusses in supraleitende Niobeinkristalle bei 4,2°K experimentell untersucht. Die Dichte der Versetzungen ϱ wurde mittels Ätzgrübchen und Elektronentransmission bestimmt. In einem einfachen Modell kann aus der Remanenz der gemessenen Hysteresekurve auf die Kraft geschlossen werden, die einen Abrikosovschen Flußfaden Versetzungen schneiden läßt. Diese Kraft liegt für Versetzungsdichten von 2 · 10 6 bis 5 · 10 10 cm −2 zwischen 4 · 10 −7 und 1,4 · 10 −4 dyn/cm und ist proportional √ϱ. Ferner wurden die Auswirkungen verschiedener Oberflächenbehandlungen auf die Magnetisierungskurve verfolgt und modellmäßig interpretiert. Die Wechselwirkung zwischen Flußfäden und Oberflächen führt zu einer Hysterese, nicht aber zu einer Remanenz.