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Der Einfluß von Versetzungen auf die Intensität eines magnetischen Kernresonanzsignals
Author(s) -
Kanert O.
Publication year - 1964
Publication title -
physica status solidi (b)
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.51
H-Index - 109
eISSN - 1521-3951
pISSN - 0370-1972
DOI - 10.1002/pssb.19640070308
Subject(s) - chemistry , physics
Es wird über magnetische Kernresonanzmessungen an Alkalihalogenidkristallen (Na 23 Cl, Na 23 F 19 , KBr 79,81 , KJ 127 ) berichtet. Die integrale Signalintensität nimmt mit wachsender plastischer Verformung, d. h. mit zunehmender Versetzungsdichte, ab. Die Ursache dieser bei einem Kernspin I > 1/2 vorliegenden Signaländerung ist die Wechselwirkung zwischen dem Quadrupolmoment und dem durch diese Gitterstörung erzeugten elektrischen Feldgradienten. Unter der Annahme einer statistischen Verteilung der Versetzungen wird ein Ausdruck für die Abhängigkeit der Signalintensität von der Versetzungsdichte angegeben. Gleichzeitige Messungen der Versetzungsdichte mit der Ätzstippenmethode und der Intensität des NMR‐Signals an NaCl liefern Übereinstimmung zwischen Theorie und Experiment. Außerdem werden mit dieser Methode für die oben angegebenen Kristalle Versetzungsdichten als Funktion der plastischen Verformung bestimmt.