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Empfindlichkeit der Sprengstoffe gegenüber Zündern und Zündstärke von Zündern als unsymmetrisch‐reziproke Größen
Author(s) -
Ahrens H.
Publication year - 1978
Publication title -
propellants, explosives, pyrotechnics
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.56
H-Index - 65
eISSN - 1521-4087
pISSN - 0721-3115
DOI - 10.1002/prep.19780030113
Subject(s) - philosophy , gynecology , physics , medicine
Im Bereich chemisch einheitlicher detonationsfähiger Stoffe können auf Grund experimenteller Ergebnisse die Empfindlichkeit der Sprengstoffe gegenüber Zündern (z. B. als Ergebnisse von Versuchen mit MeGkapseln) einerseits und die Zündstarke von Zündern andererseits eindeutig und allgemein als reziproke Größen aufgefaßt werden. Auf der Seite der Sprengstoffe spielt in diesem Zusammenhang als Variable neben bestimmten Sprengstoff‐Eigenschaften die globale Dichte der Sprengkörper eine ausgeprägte Rolle. Der Dichteeinfluß auf die Zündempfindlichkeit verhalt sich dabei gerade umgekehrt wie der Dichteeinfluß auf die durch den reziproken kritischen Durchmesser festgelegte Detonationsempfindlichkeit. Geht man auf der Seite der Sprengstoffe zu heterogenen Zwei oder Mehrkomponenten‐Mischungen über, wobei es sich um Komponenten verschiedener Reaktivität (ggf. einschließlich inerter Komponenten) handelt (Gewerbliche Sprengstoffe), dann findet sich die reziproke Beziehung im Sinne einer Unsymmetrie mehr oder weniger verändert. Entscheidend dafür ist in erster Linie die Art, Menge und strukturelle Einordnung der hochsensiblen Komponente. Rückschlüsse auf die Aussagekraft verschiedener Verfahren Zündstarke‐Messung an Zündern und auf die Frage der Schaffung durch Absolutangaben definierbarer Skalen fur Initiierungs‐Sensibilität und Zündstarke werden dargelegt.