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Bedrohliche Wirbel
Author(s) -
Riemer Michael
Publication year - 2012
Publication title -
physik in unserer zeit
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3943
pISSN - 0031-9252
DOI - 10.1002/piuz.201201307
Subject(s) - physics
Unter der starken Idealisierung eines Carnot‐Kreislaufs lässt sich eine theoretische Obergrenze für die Stärke eines Wirbelsturms herleiten. Die Bildung des Windmaximums in realistischen Stürmen kann diese Theorie jedoch nicht voll erfassen. Bei Hurrikanen, die unter dem Einfluss einer sich mit der Höhe ändernden Umgebungsströmung stehen, kann das Zusammenspiel von dynamischen und thermodynamischen Prozessen dazu führen, dass sich der Sturm durch seinen eigenen Niederschlag die Energiezufuhr abschnürt und dadurch erheblich abschwächt. Übersteht ein Wirbelsturm solch eine Scherströmung, kann er bis tief in die mittleren Breiten ziehen und dort am Strahlstrom, also starken Höhenwinden, ein Wellenmuster anregen, das die Wetterlage in den mittleren Breiten über Tausende von Kilometern erheblich beeinflusst.