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Wie bändigt man heißes Plasma? Plasmaeinschluss in Fusionsexperimenten
Author(s) -
Günter Sibylle,
Lackner Karl
Publication year - 2007
Publication title -
physik in unserer zeit
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3943
pISSN - 0031-9252
DOI - 10.1002/piuz.200601125
Subject(s) - physics , plasma , nuclear physics
Ein Fusionsreaktor muss das heiße Plasma magnetisch einschließen. Der Druckunterschied zwischen dem Zentrum und dem Rand des Plasmas kann dabei zahlreiche Instabilitäten treiben. Große Instabilitäten können die magnetische Einschlusskonfiguration verschlechtern oder ganz zerstören. Sie lassen sich allerdings inzwischen in toroidalen Einschlussanlagen wie Tokamak und Stellarator vermeiden oder kontrollieren. Kleinskalige Instabilitäten verursachen eine turbulente Durchmischung des Plasmas. Daher bestimmen sie die Energieverluste. Sie lassen sich jedoch heute ausreichend begrenzen. Das ermöglicht in Anlagen von der Größe des ITER‐Experiments ein thermonukleares Brennen, das sich schon fast selbst erhält.