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Brennendes Eis: Methanhydrat — Energiequelle der Zukunft oder Gefahr fürs Klima?
Author(s) -
Gutt Christian,
Press Werner,
Bohrmann Gerhard,
Greinert Jens,
Hüller Alfred
Publication year - 2001
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.20010570917
Subject(s) - physics , humanities , philosophy , gynecology , medicine
Am Meeresgrund und vereinzelt in Dauerfrostböden liegt eine schier unerschöpfliche Energiequelle verborgen: Methanhydrat — eine Einschlussverbindung aus Wasser und Methan, in der das Methangas in Eiskäfigen eingeschlossen wird. Makroskopisch nimmt Methanhydrat eine eisähnliche Gestalt an. In reiner Form ist es schneeweiß und zersetzt sich bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck. Dabei wird Methangas frei, dessen Menge ausreicht, um eine dauerhafte Flamme bis zur vollständigen Zersetzung eines Gashydratbrockens zu erzeugen — daher rührt auch der Name „Brennendes Eis”. Die mikroskopische Struktur und Dynamik von Methanhydrat waren bislang noch weitgehend unerforscht. Neutronenstreuexperimente ergaben jetzt erste Einsichten.