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100 Jahre Quantenphysik: Zwischen Scylla und Charybdis: Die Entstehung der Quantenmechanik im Spannungsfeld von Zahlenmystik und Korrespondenz
Author(s) -
von Meÿenn Karl
Publication year - 2000
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.20000561216
Subject(s) - gynecology , physics , humanities , philosophy , medicine
Die in den Jahren 1925/26 in ihrer definitiven Gestalt vorliegende Quantenmechanik war in ihren wesentlichen Punkten nicht mit den Grundsätzen der klassischen Physik zu vereinbaren, weshalb es im Verlaufe ihrer 25‐jährigen Entwicklung auch nicht an Versuchen fehlte, eine Überbrückung zwischen den älteren und neuen Auffassungen herzustellen. In dem vorliegenden Aufsatz soll die Rolle der zwei bedeutendsten Leitfäden dargestellt werden, welche besonders in der letzten Entwicklungsphase den entscheidenden Durchbruch vorbereiteten: auf der einen Seite das Korrespondenzprinzip; auf der anderen die besonders bei den deutschsprachigen Physikern ausgeprägte Vorliebe für regelmäßige Zahlenverhältnisse und mathematische Struktureigenschaften. Die entscheidenden innovativen Impulse gingen dabei besonders von einigen jungen unbefangenen Nachwuchskräften aus, die sich keiner dieser beiden Richtungen rückhaltlos verpflichtet fühlten.