Premium
Die Quellen des schnellen Sonnenwindes: Aus dunklen Löchern in der Korona unseres Zentralgestirns weht ein Plasmawind
Author(s) -
Wilhelm Klaus,
Curdt Werner,
Dammasch Ingolf E.,
Marsch Eckart
Publication year - 2000
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.20000561011
Subject(s) - sonne , physics , humanities , philosophy , engineering , aerospace engineering , cruise
Aus der Atmosphäre der Sonne bläst der Sonnenwind in den interplanetaren Raum und transportiert pro Sekunde etwa eine Million Tonnen Materie von der Sonne weg. Der Wind muss gegen die enorme Schwerkraft der Sonne beschleunigt werden. Dafür scheint als Ursache nur eine sehr heiße äußere Atmosphäre infrage zu kommen. Mit neuen Weltraumteleskopen wurde nun zum ersten Mal das genaue Entstehungsgebiet des schnellen Sonnenwindes auf der Sonne entdeckt. Auch seine Geschwindigkeit sowie die Plasmatemperaturen und ‐dichten in verschiedenen Höhen über dem Sonnenrand konnten vermessen werden. Aus diesen neuen Erkenntnissen ergibt sich, dass eine Wechselwirkung der Ionen des Sonnen‐Plasmas mit elektromagnetischen Wellen (Alfvén‐Wellen) sowohl die Heizung der Korona als auch die Beschleunigung des Sonnenwindes bewirken kann.