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Ihre Homepage als Beitrag zu einem Fach‐Informationsnetz
Author(s) -
Hilf Eberhard R.
Publication year - 2000
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.20000560402
Subject(s) - political science , philosophy
Wir Physiker haben es gut: Abends am Kamin können wir bei einem Glas Rotwein „das Neueste“ in unseren schön gedruckten Fachzeitschriften lesen, im Vertrauen auf die Fachkompetenz der Autoren und die strenge Referierung, in bewährter Weise von den wissenschaftlichen Verlagen organisiert. Aber: Die Autoren schrieben ihre Artikel oft schon vor einem halben Jahr. Und viele der in Fachartikeln so sorgfältig zitierten Artikel können Sie kaum bekommen, weil Ihre Bibliothek sich die entsprechenden Zeitschriften nicht mehr leisten kann. Das Internet ermöglicht nun „im Prinzip“ ohne Zeitverzug Ihren Zugang zu allen Fachinformationen, die irgendwo irgendwann von irgendeinem Ihrer Fachkollegen „publiziert“ wurden. Diese Informationen können auf dem Server eines Verlages, eines zentralen PreprintDienstes, eines Institutes oder auch direkt beim Autor, zum Beispiel über seine persönliche Homepage auffindbar sein. Aber wie finden Sie daraus diejenigen Informationen, die Sie gerade suchen? In getreuer Nachbildung bewährter Dienste des Papierzeitalters stehen Ihnen inzwischen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung: Zentrale digitale Archive von Zeitschriften, das Netz der zentralen Preprint-Server arXiv, zentrale Datenbanken und Archive, Suchmaschinen, die versuchen, nach meist unbekannten Kriterien wichtige Informationen aus dem Netz für Sie zu sammeln und anzubieten. Vor allem in den USA (z. B. durch die APS) werden zurzeit zentrale Datenbanken personenbezogener Informationen angelegt, die es weltweit jedem erleichtern sollen, über die jeweils angebotene Suchmaschine gezielt z. B. nach Fachkollegen zu suchen, die auf einem bestimmten Arbeitsgebiet arbeiten, an einem bestimmten Ort wohnen, einen bestimmten Namen haben oder gerade zu einem bestimmten Thema veröffentlicht haben. Sowohl juristisch wie technisch gibt es jedoch Probleme. E Juristisch: Zentrale Sammlungen von personenbezogenen Daten sind in den meisten europäischen Ländern verboten, auch dann, wenn die einzelnen Informationen öffentlich sind und der Besitzer will, dass sie verbreitet werden. E Technisch: Zentrale Datenbanken enthalten unausweichlich viele veraltete Einträge, auch solche, die vom Urheber nicht mehr autorisiert würden, wenn er sich diese denn noch einmal ansehen würde. Ein Ausweg wird durch den Einsatz neuartiger verteilter Dienste aufgezeigt: Seit 1994 wurde von der DPG (parallel, aber eng kooperierend mit dem MathNet der Deutschen MathematikerVereinigung DMV) ein Netz von sog. Gatherern und einigen in der Welt verteilten Brokern aufgebaut, die dezentral Informationen sammeln und vorhalten. Nach dem Willen des entsprechenden Ausschusses der IMU (Int. Math. Union), die im Dezember die internationale Tagung The Future of Mathematical Commuication abhielt, soll nun für das besonders heikle Teilgebiet der personenbezogenen Daten ein gemeinsam mit der Europäischen Physikalischen Gesellschaft EPS entwickeltes System für Mathematik und Physik in Absprache mit der IUPAP angeboten werden. Verteilte Systeme wie diese funktionieren aber nur, wenn die lokalen Homepages der Wissenschaftler mit sog. Metadaten angereichert werden, damit Suchmaschinen die in ihnen enthaltenen Informationen aufbereiten können. Daher sind diese Systeme auf die Unterstützung von jedem einzelnen, also in der Physik von Ihnen als Mitglied der DPG, angewiesen. Hierzu rufen Sie bitte im Internet das Formular #)

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