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Ein Durchbruch — aber noch kein Ende: Nach jahrelangen Verhandlungen liegt jetzt der Vertrag zum Verbot aller Atomwaffentests vor
Author(s) -
Schaper A.,
Birkholz M.
Publication year - 1996
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.19960521206
Subject(s) - political science , humanities , art
Seit 1955 hat sich die Deutsche Physikalische Gesellschaft in verschiedenen Stellungnahmen für ein Ende des atomaren Wettrüstens und insbesondere für einen Atomteststopp ausgesprochen [1–5]. Mit der Resolution von 1989 wurde auch die Einrichtung einer Kommission Atomwaffen‐Teststopp beschlossen, die die Thematik aus technisch‐wissenschaftlicher Sicht verfolgen und die Gremien der DPG beraten sollte, um bei aktuellen Entwicklungen schnell und kompetent reagieren zu können [6]. Sieben Jahre nach dem Ende des Ost‐West‐Konflikts ist nun von der Genfer Abrüstungskonferenz ein internationaler Vertrag zum vollständigen Verbot aller Kernwaffen‐Testexplosionen fertiggestellt worden. Der Vertragstext wurde im August an die Vollversammlung der Vereinten Nationen weitergeleitet und von ihr im September mit überwältigender Mehrheit allen Staaten zur Unterzeichnung empfohlen. Der folgende Beitrag gibt einen überblick über die einzelnen Regelungen des Vertrages, die Geschichte seines Zustandekommens, die technischen Implikationen und noch bestehende Interessengegensätze.