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Geschichte der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin 1845–1900
Author(s) -
Schreier Wolfgang,
Frankeunter Martin,
Fiedler Annett
Publication year - 1995
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.19950510118
Subject(s) - humanities , art , philosophy
Mediziner, Astronomen, Mathematiker, Chemiker, Geologen, Militärs, Techniker, Mechaniker, Unternehmer und „Privatiers” als Mitglieder einer physikalischen Gesellschaft? Die 1845 als lokaler Verein gegründete Physikalische Gesellschaft zu Berlin, Vorläuferin der DPG, war für jeden offen. Die anstehende naturwissenschaftliche Fundierung der Medizin, vertreten durch zwei Physiologen als Gründungsväter, war sogar ein Gründungsanlaß. Die 53 Mitglieder des Gründungsjahres stellten sich noch einer weiteren für die damalige wissenschaftliche Situation lebensnotwendigen Aufgabe: Sie schufen mit den „Fortschritten der Physik” ein frühes Referateorgan. So gewann die Gesellschaft bald nationales und internationales Ansehen, aber erst 1899 wurde die Berliner in die Deutsche Physikalische Gesellschaft umgewandelt. In den 14täglichen Sitzungen wurde nicht nur über streng physikalische, sondern auch über interdisziplinäre und kulturwissenschaftliche Themen vorgetragen, und zwar zur Astro‐, Geo‐ und Biophysik sowie zur Physik der Erde und zur Elektrotechnik. Nach 1880 konzentrierte sich die Gesellschaft stärker auf die eigentliche Physik und trug damit dazu bei, die moderne Atom‐ und Quantenphysik vorzubereiten.

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