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14. Tag der DPG: Naturwissenschaften, Öffentlichkeit und Massenmedien — ein in die Krise geratenes Verhältnis?
Publication year - 1994
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.19940500206
Subject(s) - political science , philosophy , humanities , physics
Die öffentliche Diskussion über Nutzen und Gefahren von Technik und Wissenschaft wird zur Zeit unter negativen Vorzeichen geführt: Forschung sei zu teuer, ziele nicht genügend auf marktfähige Produkte, technischer Fortschritt orientiere sich zu wenig am Menschen und seiner Umwelt. Diesen Argumenten muß die Wissenschaft eine bessere, professionelle Eigendarstellung entgegensetzen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die Kenntnis und das Verständnis der Arbeitsabläufe im Wissenschaftsjournalismus. An dieser Stelle Defizite abzubauen, war das Ziel der Diskussionsveranstaltung am „14. Tag der DPG”, dem 19. November 1993. Unter der Leitung von K. Urban diskutierten J. Bublath, ZDF, R. Flöhl, FAZ, A. Fölsing, NDR, P. Glotz, SPD‐MdB, R. Korbmann, „Bild der Wissenschaft”, S. Müller, „SPIEGEL”, und K. Heinloth, U Bonn. Die Journalisten gaben einen freimütigen und daher aufschlußreichen Einblick in die Bedingungen und Bewertungsmaßstäbe ihrer Arbeit. Die Wertigkeit der „Ware Information” mißt sich nach Einschaltquoten und Verkaufszahlen — Physik rangiert danach weit hinten. Eingeleitet wurde der Nachmittag durch Rainer Flöhls kommunikationswissenschaftliche Analyse des Verhältnisses Naturwissenschaften — Öffentlichkeit —Massenmedien mit dem Fazit, daß eine wissenschaftliche Gesellschaft wie die DPG wesentlich mehr und bessere Öffentlichkeitsarbeit betreiben sollte. Schließlich zeigte die fast zeitgleich in Genf abgehaltene „Science Media Conference”, daß die in Bad Honnef diskutierten Probleme nicht nur ein deutsches Phänomen sind.

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