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Supersymmetrie am Horizont?
Author(s) -
de Boer W.,
Kühn J. H.
Publication year - 1991
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.19910471107
Subject(s) - physics , humanities , political science , philosophy
Wird die Vielfalt der in der Elementarteilchenphysik beobachteten Kräfte durch eine einzige, universelle Wechselwirkung beschrieben? Diese Frage ist neu belebt worden, seit eine detaillierte Analyse von U. Amaldi (CERN), W. de Boer und H. Fürstenau (Universität Karlsruhe) [1] gezeigt hat, daß eine solche Vereinheitlichung im Rahmen des Standardmodells (SM) der Teilchenphysik ausgeschlossen ist, daß jedoch die supersymmetrische Erweiterung des SM zur Vereinheitlichung der starken, schwachen und elektromagnetischen Kräfte führt. Diese Resultate beruhen auf neuen Daten, gewonnen am kürzlich in Betrieb genommenen Elektron‐Positron‐Speicherring (Large Electron Positron Ring = LEP) am Europäischen Labor für Teilchenphysik CERN in Genf. Ähnliche, damit übereinstimmende Resultate wurden auch von anderen Gruppen erzielt [2]. Die Vereinheitlichung aller Wechselwirkungen ist zwar seit langem ein Traumziel der Physiker; seine Verwirklichung stößt jedoch auf vielfältige Hindernisse.