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Faradays Feldkonzept und Hans Christian Oersted: Zum 200. Geburtstag von Michael Faraday
Author(s) -
Wiederkehr K. H.
Publication year - 1991
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.19910470905
Subject(s) - philosophy , humanities
Der 200. Jahrestag der Geburt von Michael Faraday ist ein willkommener Anlaß, die wissenschaftlichen Großtaten dieses Naturforschers, von denen wir alltäglich profitieren, ins Gedächtnis zurückzurufen. Faraday ist der Schöpfer der Feldvorstellungen, also einer der Grundkategorien unseres heutigen physikalischen Weltbildes. Faradays Gedankenwelt wurde maßgeblich von der romantischen Naturphilosophie beeinflußt. Dies ist von Physikhistorikern im Hinblick auf seine Vorarbeit zum Energieprinzip bzw. der Umwandlung von „Kräften” des öfteren gewürdigt worden. Dagegen blieb die Entstehung der Feldvorstellungen im Zusammenhang mit jener philosophischen Strömung bisher wenig beachtet. Gerade dies steht im Mittelpunkt des folgenden Artikels. Auf uns Heutige wirkt die Gedankenwelt von Faraday und Oersted ungewohnt, ja fremdartig.