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Kernfusion: Die Ascheabfuhr: Neues Kriterium für die Betriebsweise eines Fusionsplasmas formuliert
Author(s) -
Dose V.,
Wolf G. H.
Publication year - 1991
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.19910470310
Subject(s) - die (integrated circuit) , divertor , physics , materials science , plasma , nanotechnology , tokamak , nuclear physics
Damit ein Fusionsplasma nicht nur zünden, sondern auch stationär brennen kann, muß bekanntlich die Energieeinschlußzeit τ E ausreichend groß sein, um die Wärmebilanz des Plasmas auszugleichen. Andererseits aber darf die Aufenthaltsdauer τ* α der als Fusionsprodukt entstehenden Alphateilchen nicht so lang werden, daß die Beimischung von Heliumasche im Brennstoffgemisch intolerabel groß wird. Neben die bekannte Zündbedingung tritt daher ein neues, zusätzliches Kriterium: τ* α /τ E < 10. Nach diesem griffigen Gütemaß verbieten sich Betriebsweisen, bei denen die im Plasma herrschenden Transportprozesse eine zu gute Teilcheneinschließung bewirken. Außerdem müssen die Auspuffsysteme wie Pump‐Limiter oder Divertor hinreichend effizient sein, um den Rückstrom des nicht abgepumpten Heliums von der Gefäßwand in die Brennzone zu begrenzen.