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13 Jahre Protonenspeicherringe am CERN in Genf
Author(s) -
Fischer H. G.
Publication year - 1986
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.19860420207
Subject(s) - physics , humanities , philosophy
Mit den Protonenspeicherringen ISR (Intersecting Storage Rings) wurde im Genfer Kernforschungszentrum CERN 1984 eine der größten Beschleunigeranlagen der Welt nach dreizehnjähriger Betriebszeit stillgelegt. Während dieser Periode erzielte die Erforschung der starken Wechselwirkung bei höchsten Energien entscheidende Fortschritte. Die Substruktur der stark wechselwirkenden Elementarteilchen, der Hadronen (z. B. Protonen, Neutronen, Pionen) wurde aufgedeckt und experimentell zugänglich. Zur Erklärung der Dynamik dieser Wechselwirkung wurde mit der Quantenchromodynamik (QCD) eine neue, vielversprechende Eichtheorie vorgeschlagen, die erstmals Ordnung in der äußerst vielfältigen und komplexen Phänomenologie der Hadronenphysik erhoffen läßt. Der vorliegende Artikel versucht, den Beitrag der Experimente am ISR zu dieser Entwicklung aufzuzeigen und Möglichkeiten und Grenzen unseres heutigen Verständnisses deutlich zu machen