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Photochemisches Lochbrennen
Author(s) -
Haarer D.,
Friedrich J.
Publication year - 1985
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.19850411105
Subject(s) - physics , humanities , chemistry , philosophy
Photochemisches Lochbrennen ist eine spezielle Art molekularer Sättigungsspektroskopie. Der Methode nach ist sie mit den sättigungsspektroskopischen NMR‐Experimenten verwandt. Anstelle der schmalbandigen Sättigung, wie sie bei der Kernresonanz üblich ist, tritt die frequenzselektive Photochemie, wie sie 1974 erstmals von zwei russischen Gruppen entdeckt worden war: Mit Laserlicht können in die Absorptionsbanden von Farbstoffmolekülen schmale Löcher (genauer: spektroskopische Einkerbungen) gebrannt werden. Die Farbstoffmoleküle sind als verdünnte Sondenmoleküle in amorphe organische Materialien eingebaut. Die hochaufgelöste spektroskopische Untersuchung der photochemischen Löcher erlaubt Aussagen über molekulare Relaxationsprozesse; darüber hinaus zeichnen sich Anwendungen auf dem Bereich der optischen Speicher mit extremer Speicherdichte ab.