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Heranbildung von Physikern
Publication year - 1944
Publication title -
physikalische blätter
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3722
pISSN - 0031-9279
DOI - 10.1002/phbl.19440010709
Subject(s) - humanities , philosophy , art
Der Herausgeber beginnt mit diesem Aufsatz die geplante Veröffentlichung englischer und amerikanischer Stimmen. In diesem ersten Aufsatz gibt die Schriftleitung der “Nature” in Anlehnung an eine Aussprache von Lawrence Bragg, die die Phys. Bl. in einem der nächsten Hefte bringen wollen, eine Reihe bemerkenswerter Ausführungen. Wir sehen den “geborenen” Physiker in seinen Eigenschaften beschrieben und dem ebenfalls wichtigen “routinierten” Physiker an die Seite gestellt. Diese geborenen Physiker, die einen Funken von Originalität mit auf die Welt bringen, durch das Beispiel ihres Professors an der Universität auszubilden und dabei den Funken zur Flamme anzufachen, sei eine ebenso wichtige und dringende Aufgabe wie die, ihm routinierte Physiker in großer Zahl an die Seite zu stellen. Wir finden unterstrichen, daß der geborene Forschungsphysiker kein Überingenieur, sondern ein ganz anderer, ein Mann ist, der mit dem bildenden Künstler verwandt ist. Nicht nur bei seiner Ausbildung muß auf seine Eigenart Rücksicht genommen werden, sondern ebenso bei seinem Einsatz. Der Leser wird bemerken, daß es dieselben Ansichten sind, die auch von den deutschen Autoren in diesen Blättern geäußert werden, und er wird mit Recht daraus schließen, daß die Wissenschaft in aller Welt über diese Fragen einer Meinung ist. Aber der englische Aufsatz bringt noch anderes, so die Feststellung, daß England etwa 1500 Physiker der wertvollsten Gruppe besitzt, daß diese Zahl sich kaum vermehren läßt, daß diese Zahl weder den kriegsmäßigen noch friedensmäßigen Bedarf deckt u. s. f.